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Bogenschiessen – was ist das ?


„Haben die denn nichts besseres zu tun, als mit dem Flitze-Bogen zu spielen ?“

Das mag einer der ersten Gedanken sein, die dem durchschnittlichen Bürger durch den Kopf gehen, wenn er von einem „Bogenschützenverein“ hört. Die Antwort ist indes überraschend einfach: Nein!

Mit „spielen“ hat unser Sport noch genau so wenig zu tun, wie mit dem „Flitze-Bogen“ aus den Kindertagen. Das Bogenschießen ist zu einer ernsthaften, teilweise olympischen Sportart herangewachsen, in der regionale Turniere, bis hin zu Welt-Meisterschaften ausgetragen werden. Die verwendeten Bogen sind trotz ihrer augenscheinlichen Einfachheit überwiegend High-Tech-Geräte, bei denen neben traditionellen Holzarten auch Glasfaser und Karbon ihre Verwendung finden. Dennoch erfordert die „Kunst“ mit einem solchen Bogen ein Ziel sicher zu treffen ein hohes Maß an Selbstdisziplin, Konzentration, Kondition und auch Kraft. So werden bei einem durchschnittlichen Turnier mit 28 Zielen, die auf einem Rundkurs von etwa 7 km Länge querfeldein durch Wald und Wiese aufgestellt sind, mit einem Bogen von beispielsweise 50 Pfund Zugkraft an 2 Tagen schnell Gewichte im Gesamtbetrag von bis zu 3,5 Tonnen(!) umgesetzt! Ohne gute Vorbereitung ist da „kein Blumentopf“ zu gewinnen.

Bereits seit ca. 15.000 Jahren zeugen Höhlenzeichnungen von Bogenschützen von der langen Geschichte dieser Sportart, die zunächst wohl vordringlich für Jagdzwecke entwickelt wurde. Auch in unserem Verein wird dieses jagdliche Schießen mit dem Bogen nachempfunden. Glücklicherweise stehen unserem Verein hierfür ausgesprochen günstige Bedingungen zur Verfügung: auf einem ca. 20.000 m² großen Gelände, auf dem neben Wald und Wiese, auch ein kleiner Teich und ein stillgelegter Steinbruch zu finden sind, betreiben wir einen ständigen Parcours der das ganze Jahr hindurch mit ca. 24 Zielen bestückt ist. Bei diesen Zielen handelt es sich um vollplastische Tierfiguren, die naturgetreu aus Spezialkunststoffen hergestellt werden. Diese Figuren sind so auf dem Gelände verteilt, dass in Verbindung mit den vorgegebenen Abschusspunkten dem Eindruck einer tatsächlichen Jagd möglichst nahe gekommen werden soll. So müssen die Ziele in Abhängigkeit von den Geländebedingungen aus der Deckung heraus, oder in die Deckung (des Zieles) hinein, einmal bergauf, dann wieder fast senkrecht bergab getroffen werden. Dies hat zur Folge, dass die Schützen querfeldein durch Wald und Wiese, über Stock und Stein, von Ziel zu Ziel wandern müssen.

Hierdurch erfährt der Schütze ein intensives Naturerlebnis. Er bewegt sich intensiv im Freien und hat gleichzeitig die Möglichkeit das Maß seiner Belastung selbst zu steuern, indem er entweder schneller oder langsamer geht, bzw. kleine Pausen einlegt. Daher handelt es sich beim Bogenschießen um eine Sportart, für die nahezu niemand zu alt oder zu jung ist! So zählen zu unserem Verein Frauen und Männer im Alter zwischen derzeit 5 und 70 Jahren.

Besonders stolz sind wir hierbei auf einen angenehm hohen Anteil jugendlicher Schützen unter 18 Jahren, die samt und sonders erst seit 2001 in den Verein eingetreten sind, sowie auf die Tatsache, dass unser Mitglied Sabrina Harpain im Jahr 2005 neben beiden Deutschen Meisterschaften auch sämtliche hessischen Titel in unserer Sportart erringen konnte!
Da mit Christine Mitsch auch die Vize-Siegerin im erstmals ausgetragenen hessischen 3D-Pokal zu unserem Verein gehört, kann der Bowhunter Bergstraße eV mit Fug und Recht im Jahr 2005 als der erfolgreichste Jagdbogenverein Süd-Hessens bezeichnet werden!

 
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